Freund-Feind-Begriffe: Zum diskurssemantischen Feld soziopolitischer Kollektivierung

(1) Mit jeder sprachlichen Äußerung (und das schließt das Nicht-Äußern mit ein) positioniert sich der Sprecher oder Schreiber sowohl innerhalb eines von ihm intersubjektiv (re)konstruierten als auch eines objektiven (d.h. objektivierbaren) diskursiven Raum sozialer Gruppen. Möglich ist dies nur aufgrund der sozialsymbolischen (indexikalischen) Bedeutung kommunikativer Zeichen im Bühlerschen Sinne: jeder kommunikativ genutzte sinnlich wahrnehmbare Ausdruck ist nicht nur perspektivierender Zeiger auf die dingliche Welt; er weist die Kommunikanten symptomatisch zugleich als Träger situativ relevant gesetzter, habitueller Eigenschaften aus. Dies ist nicht nur der Fall bei der Verwendung besonders augenfälliger, weil schon soziopolitisch markierter Lexeme, sondern gilt im Sinne der Sozialstilistik selbst für die kleinsten und unscheinbarsten grammatischen Einheiten.

Release 2020/10

Unser Diskursbarometer wächst weiter. Vor exakt sechs Monate erreichte der Diskursmonitor die Release Version 1.0 und war somit Feature Complete. Jetzt erreicht die Plattform v2.0 und wir sind mitten im internen Beta-Test angekommen. Vergleicht man die Architektur...