Der Diskursmonitor ist eine gemeinschaftlich erarbeitete Online-Plattform zur Aufklärung und Dokumentation von strategischer Kommunikation.

Sie finden hier fachlich fundierte Informationen zu der Frage, wie mit Sprache, Bildern und Medien politische Interessen verfolgt werden: das Glossar erläutert und illustriert wichtige Begriffe aus Praxis und Forschung; das Review und das Barometer geben Einblicke in die aktuelle Diskursgroßwetterlage in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen; die Werkstatt bietet Handreichungen für die Praxis.

Der Diskursmonitor ist noch im Aufbau. Wir freuen uns über Fragen, Hinweise und Interesse an Mitarbeit oder Kooperation.

Glossar

Lexikon zur strategischen Kommunikation und Diskursforschung

Review

Berichte & Analysen von Expert*innen zu Diskursen

Barometer

Statistisches Live-Monitoring aktueller Entwicklungen

Frag-den-DiMo

Professioneller Rat zur strategischen Kommunikation

Werkstatt

Materialien für die Praxis
(In Vorbereitung)

Aus dem Glossar

Das DiskursGlossar ist ein Online-Lexikon zur strategischen Kommunikation. Auf Basis aktueller Forschung bietet es kompakte und anschauliche Informationen zu Phänomenen diskursiver Kämpfe, wie wir sie in Medien, Politik, Recht und Zivilgesellschaft beobachten können.

Das Glossar soll dazu beitragen, kommunikative Strategien in der öffentlichen Praxis besser zu erkennen, zu bezeichnen und zu kritisieren.

Korpus

« Zurück zur ArtikelübersichtKorpus Kategorie: GrundbegriffeVerwandte Ausdrücke: -Siehe auch: Schlagwort, DiskursverschiebungAutor: Jan Oliver RüdigerVersion: 1.0 / 31.01.2021  InhaltsübersichtKurzzusammenfassungErweiterte Begriffserklärung &...

Geschlechtergerechte Sprache

« Zurück zur ArtikelübersichtGeschlechtergerechte Sprache Kategorie: SchlagwörterVerwandte Ausdrücke: geschlechtersensible Sprache, gendergerechte Sprache, geschlechtergerechter/gendergerechter Sprachgebrauch, kurz auch: GendernSiehe auch: Identitätspolitik,...

False Flag

« Zurück zur ArtikelübersichtFalse Flag (Operation) Kategorie: TechnikenVerwandte Ausdrücke: ...Siehe auch: Guerillakommunikation, Propaganda, Fake-News, Täuschung, CamouflageAutorin: Friedemann Vogel, Christin KölschVersion: 1.0 / Datum: ...Inhaltsübersicht...

Verschwörungstheorie

Der Ausdruck gibt sich in der medialen Öffentlichkeit als analytisches Konzept, ist aber zugleich performativ hoch wirksam als Ausschluss aller erfolgreich so benannten Konzepte aus der rationalen öffentlichen Kommunikation.

Kalkulierter Verfassungsverstoß

« Zurück zur ArtikelübersichtKalkulierter Verfassungsverstoß Kategorie: TechnikenVerwandte Ausdrücke: ...Siehe auch: ...Autor: Thomas-Michael SeibertVersion: 1.0 / Datum: ...Inhaltsübersicht Kurzzusammenfassung Erweiterte Begriffserklärung Beispiele Literatur...

Moralisierung

Moralisierung verlagert Macht- und Interessenkonflikte in die Sphäre der Kommunikation von Achtung / Missachtung. Sie reduziert Ambivalenz zugunsten einer Polarisierung von gut und böse.

Elite

Einmal wird unter Elite eine Auswahl der Besten und Leistungsfähigsten verstanden, einmal in distanzierender Weise eine abgehobene ‚Kaste‘ der Reichen und Mächtigen im Gegensatz zum Volk. Erstere Variante wird in der Regel zur Verteidigung der etablierten Ordnung verwendet, letztere vor allem von Rechtspopulisten.

…noch keine Titel gelistet

« Zurück zum Glossar « Zurück zur ArtikelübersichtGlossar-Eintrag Kategorie: ...Verwandte Ausdrücke: ...Siehe auch: ...Autorin: ... Version: 1.0 / Datum: ...Inhaltsübersicht Kurzzusammenfassung Erweiterte Begriffserklärung Beispiele Literatur ZitiervorschlagHinweis:...

Identitätspolitik

Der Ausdruck steht heute für eine politische Konstellation, in der konkurrierende Wir-Gemeinschaften mit einer Diskriminierungs- und Benachteiligungsgeschichte in der Öffentlichkeit um Anerkennung konkurrieren. An der Oberfläche geht es ‚identitären‘ Wir-Gemeinschaften darum, die eigene Diskriminierung als Ermächtigungsmotiv an die Öffentlichkeit zu tragen.

Dramaturgie

Im Rahmen strategischer Kommunikation steht Dramaturgie als Beschreibungsbegriff für den gezielten Rückgriff auf typische dramatische Muster bei der Inszenierung von Ereignissen.

Review

Vertiefende Berichte und Analysen von Expert*innen zu diskursiven Ereignissen finden Sie in der DiskursReview.

Beitragsreihe zur „Corona-Krise“
» Zu den Beiträgen

Workshop: „Diskursintervention“ – Normativer Maßstab der Kritik und praktische Perspektiven zur Kultivierung öffentlicher Diskurse (2019)
» Zu den Beiträgen

 

Rasse, Rassismus

1) Zu Beginn drei exemplarische Medienereignisse aus der jüngsten Vergangenheit, in denen es um den Komplex Rasse, Rassismus ging…

„Silent Hotspots“ Über wissenschaftliche Studien und strategische Kommunikation in der Corona-Pandemie

Vor wenigen Wochen rief Bundesministerin Anja Karliczek via FAZ-Interview Wissenschaftler*innen dazu auf: „Stürzt euch in den Meinungsstreit“, denn „[a]uch unsere Debatten leiden zunehmend unter Falschinformationen – die zum Teil ganz gezielt verbreitet werden“.[1] Dabei zeichnete sie ein recht monolithisches Bild von der „Wissenschaft“…

Freund-Feind-Begriffe: Zum diskurssemantischen Feld soziopolitischer Kollektivierung

Mit jeder sprachlichen Äußerung (und das schließt das Nicht-Äußern mit ein) positioniert sich der Sprecher oder Schreiber sowohl innerhalb eines von ihm intersubjektiv (re)konstruierten als auch eines objektiven (d.h. objektivierbaren) diskursiven Raum sozialer Gruppen. Möglich ist dies nur aufgrund der sozialsymbolischen (indexikalischen) Bedeutung kommunikativer Zeichen im Bühlerschen Sinne…

PR, Punk oder Provinz: Wie Corona-Forschung die Öffentlichkeit (nicht) erregt.

Jeden Tag erreichen uns neue Nachrichten, neue Zahlen, neue Grafiken zur laufenden Corona-Pandemie. Wer erinnert sich da noch daran, was vor zwei oder drei Monaten oder vor einer Woche öffentlich diskutiert wurde? Vielleicht sind nur zwei Debatten wirklich in unserem öffentlichen Gedächtnis hängen geblieben, unter anderem, weil sie es zu eigenen Twitter-Hashtags gebracht haben: #HeinsbergProtokoll und #IchHabeBesseresZuTun…

Systemrelevant! – Zum politischen Gebrauch eines neu(er)en Schlagwortes in der öffentlichen Kommunikation

Das Adjektiv systemrelevant wird verwendet, um eine Sache als wichtig für ein System auszuweisen. Meist soll durch den Ausdruck darüberhinausgehend festgestellt werden, dass der Fortbestand des Systems ohne die mit ihm markierte Sache nicht möglich oder jedenfalls gefährdet ist. Mit diesen allgemeinen lexikalischen Bedeutungsbeschreibungen ist jedoch noch nicht viel gewonnen…

Thesen zur politischen Sprache und (strategischen) Kommunikation im Pandemie-Krisendiskurs

Die gesellschaftlichen Veränderungen infolge der Corona-Pandemie haben sich auch auf die Sprache und Kommunikation des Alltags niedergeschlagen. Wie nicht nur sprachwissenschaftliche, sondern auch feuilletonistische Kurzbeiträge konstatieren, sind neue Wörter, Wendungen und Symbole entstanden…

New Normal / Neue Normalität

DiskursReview | Beitragsreihe zur Corona-KriseNew Normal / Neue Normalität Autor: Clemens KnoblochVersion: 1.0 / 25.06.20201) Die Diskursgeschichte dieses Ausdrucks beginnt im zeitlichen Umkreis der Finanzkrise von 2008ff, und sie beginnt auch in der Finanzsphäre. New...

Corona und Klimawandel: Irrwege (in) und Auswege (aus) der Verknüpfung von zwei Krisen – Einige strategische Überlegungen zur diskursiven Unterstützung nachhaltiger Konzepte

Vergleiche und Analogiebildungen zwischen der Corona-Krise und der Klimakrise haben im Moment Hochkonjunktur, sowohl in der Medienberichterstattung und in politischen Kontexten als auch in privaten Gesprächen (siehe exemplarisch dazu den Beitrag von Luisa Neubauer in mobil.stern.de vom 3. April 2020). Dagegen ist auch prinzipiell nichts einzuwenden, denn Vergleiche und Analogien sind ein grundlegendes Mittel, um sich die Welt zu erklären. Allerdings…

Anmerkungen zum Ausnahme- und Notstandsdiskurs in der „Corona-Krise“

Jede große gesellschaftlich-politische Denormalisierung braucht einen Zurechnungspunkt, eine anerkannte Ursache. Wenn dieser Zurechnungspunkt erfolgreich etabliert ist, kann man ihn zur Begründung und Legitimation weitgehender Entrechtungen und Notstandsmaßnahmen machen. Noch nie in der Geschichte ist eine Viruspandemie als Motiv für weltweite Notstandsmaßnahmen in Anspruch genommen worden…

Die Corona-Krise als demokratischer Ausnahmezustand?

Am Samstag, dem 14. März 2020, twitterte das Bundesgesundheitsministerium: „!Achtung Fake News! Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit / die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen.“ Vergleichbare Meldungen kursierten…

Barometer

Das DiskursBarometer erfasst und analysiert täglich mehrere Tausend Texte, die in öffentlich zugänglichen Online-Portalen publiziert werden (Presse, Agenturmeldungen, Blogs etc.). Darauf werden verschiedene Analysen automatisch angewendet. » Eine Übersicht aller Analysen finden Sie hier. Zudem entwickeln wir neue Verfahren, wie z. B. die folgenden Diskursmetriken:

Spekulationsindex

Der Spekulationsindex durchsucht unser Textkorpus auf Basis von Adverbien darauf hin, wie häufig sich am gestrigen Tag Autor*innen spekulativ-vermutend über die Welt geäußert haben.

Kontroversitätsindex

Diese Metrik versucht zu erfassen, wie häufig im LIVE-Korpus des Vortags widerstreitende Perspektiven auf die Welt – also semantische Kämpfe – zum Ausdruck kommen.

Ungewissheitsindex

Der Gewissheitsindex gibt an, wie groß das Bedürfnis im Diskurs ist, den Geltungsstatus einer Äußerung über die Welt explizit zu machen.

Gegenstand und Ziel des Diskursmonitors

Der Diskursmonitor ist ein disziplinenübergreifendes, webbasiertes Informations- und Dokumentationsportal zur strategischen Kommunikation in öffentlichen Diskursen. Das Portal richtet sich nicht nur an die Fachcommunity der Diskursforschung sowie verwandter Fachbereiche (etwa Sozial- und Kulturwissenschaften), sondern vor allem auch an Praktiker*innen aus Politik, Medien, Bildung, Justiz und Zivilgesellschaft. Der Diskursmonitor will einen Beitrag leisten zur kommunikativen ‚Waffengleichheit‘ unter streitenden Interessensgruppen im politischen Diskurs, indem er unbemerkte Diskurstrukturen und kommunikative Strategien sichtbar(er) macht.
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Forschungsgruppe
Diskursmonitor und Diskursintervention

Koordinator:
Prof. Dr. Friedemann Vogel
Universität Siegen