Indexikalität
Mit Indexikalität wird in der Linguistik vornehmlich auf das Potenzial von sprachlichen Äußerungen verwiesen, HörerInnen oder LeserInnen Rückschlüsse über den sprachlichen Inhalt der Äußerungen hinaus zu ermöglichen.
Mit Indexikalität wird in der Linguistik vornehmlich auf das Potenzial von sprachlichen Äußerungen verwiesen, HörerInnen oder LeserInnen Rückschlüsse über den sprachlichen Inhalt der Äußerungen hinaus zu ermöglichen.
Zur Kollektivsymbolik einer Kultur rechnet man den gesellschaftlich geteilten Vorrat an sprachlichen, bildlichen, schematischen und anderen Ressourcen, derer sich politische und mediale Akteure bedienen, um Ereignisse und Handlungen für die Allgemeinheit deutbar und verständlich zu machen.
Mit dem heute als Fahnenwort gebrauchten Ausdruck geschlechtergerechte Sprache ist die Forderung verbunden, bei Personenbezeichnungen die einseitige, für diskriminierend erklärte Bezugnahme auf einen bestimmten Sexus, konkret: auf das männliche Geschlecht, zu unterlassen.
Der Begriff Perspektivität beschreibt die Annahme, dass Menschen die Welt nur partiell und aus einer bestimmten Perspektive heraus wahrnehmen und Informationen selektiv filtern, erinnern und kommuni-zieren. Das schließt mit ein, dass verschiedene subjektive Weltsichten (Perspektiven) nebeneinander existieren.
Der Ausdruck Strategische Kommunikation bezeichnet ein Bündel an zeichenbasierten und in der Regel mediengestützten Aktivitäten, mit denen Individuen, Gruppen oder Organisationen versuchen, die Akzeptanz für ihre politischen, ökonomischen, rechtlichen oder anderweitig motivierten Interessen bei ausgewählten Zielgruppen zu halten oder zu erhöhen.
Der Ausdruck steht heute für eine politische Konstellation, in der konkurrierende Wir-Gemeinschaften mit einer Diskriminierungs- und Benachteiligungsgeschichte in der Öffentlichkeit um Anerkennung konkurrieren. An der Oberfläche geht es ‚identitären‘ Wir-Gemeinschaften darum, die eigene Diskriminierung als Ermächtigungsmotiv an die Öffentlichkeit zu tragen.